Wertungskriterien

Hier sind die zehn Bewertungskriterien nach CISM (Confédération Internationale des Sociétés Musicales):

1. Stimmung und Intonation

  • Grundstimmung des Orchesters
  • Intonation der einzelnen Instrumente
  • Akkordische Intonation
  • Stimmung der Pauken

2. Ton- und Klangqualität

  • Tonschönheit der einzelnen Instrumente / Gruppen
  • Klangvolumen der einzelnen Instrumente / Gruppen
  • Blätter, Mundstücke
  • Klang der Schlaginstrumente

3. Phrasierung und Artikulation

  • Phrasen durch Atmung zerrissen
  • Zu große Atemlöcher
  • Melodiebögen ohne Zusammenhang
  • Notenwerte am Phrasenende (verkürzt)
  • Einheitliche Artikulation
  • Achtung: Staccato

4. Spieltechnische Ausführung

  • Ungleiche / unsaubere Ausführung technischer Abläufe
  • Ungleiche / unsaubere Ausführung von Verzierungen
  • Technische Oberforderung

5. Rhythmik und Zusammenspiel

  • Notenwerte
  • Fermaten
  • Synkopen
  • Triolen
  • Einsätze
  • Übergänge

6. Dynamische Differenzierung

  • dynamische Abstufungen
  • gleitende Dynamik (cresc., decresc.)
  • Effekte ( fp, sfz,)

7. Tempo und Agogik

  • dem Werk angepasst (Stiltreue)
  • dem Orchester angepasst (Unter- Überforderung)
  • Tempowechsel, -änderungen laut Partitur

8. Klangausgleich und Registerbalance

  • Ausgewogenheit der Register zueinander
  • Ausgewogenheit der Register untereinander
  • Akkordische Ausgewogenheit
  • Ausgewogenheit zwischen Melodie, Harmonie, Begleitung,...

9. Interpretation und Stilempfinden

  • Stilistisch richtige Wiedergabe
  • Artgerechte Verzierung
  • Werkbezogener Einsatz des Schlaginstrumentariums
  • Einheitliche Umsetzung
  • Aussage- und Überzeugungskraft des Vortrages

10. Musikalischer Ausdruck und künstlerischer Gesamteindruck

  • Reagiert das Orchester auf den Dirigenten
  • Reagiert der Dirigent auf das Orchester
  • Dirigiertechnik des Kapellmeisters
  • Nur Noten oder auch Musik
  • Waren Solopassagen überzeugend
  • Auftreten des Orchesters
  • Gesamteindruck